Gemeinde-Entwicklung

September 18, 2019
von Horst Brünnet
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5. Änderung des Bebauungsplans „Industriepark John“ – Stellungnahme der FWG- Gemeinderatsfraktion

Der Gemeinderat hat der 5. Änderung des Bebauungsplans „Industriepark John“ im öffentlichen Teil der Sitzung vom 12.09.2019 zugestimmt. Die ausführliche Begründung für die Zustimmung der FWG-Gemeinderatsfraktion lesen Sie hier:

Zum vorliegenden Tagesordnungspunkt 5. Änderung des Bebauungsplanes „Industriepark John“ wollen wir die folgenden wichtigen Hinweise anführen, damit der Sachverhalt den Tatsachen entsprechend bewertet werden kann.

Dabei wollen wir zunächst die Kritikpunkte aufgreifen und kommentieren. In einer Stellungnahme eines Bürgers ist die Rede von mangelnder Transparenz der Entscheidung, und dass sich viele Wählerinnen und Wähler, trotz der Veröffentlichung im Nachrichtenblatt, nicht ausreichend informiert fühlten. Dieser Kritik muss man sich stellen und versuchen die Entscheidungsprozesse und komplexen Vorgänge zukünftig transparenter und besser zu gestalten. So war zunächst der Umfang der Erweiterung unglücklich dargestellt und der Eindruck konnte entstehen, dass eine Erweiterung weit in den Campus Nobel erfolgen würde. Auch konnte man nicht klar erkennen, dass es sich zwar um die Änderung des Bebauungsplanes „Industriepark John“ handelte, defakto aber nicht das Industriegebiet, sondern das Gewerbegebiet erweitert werden soll. In der heute vorliegenden Fassung ist dies noch einmal eingegrenzt als eingeschränktes Gewerbegebiet. Allerdings bestand auch die Möglichkeit die Unterlagen umfänglich zu sichten, und diese Bedenken für sich auszuräumen. Gänzlich untransparent war das Verfahren also mitnichten. Der Begriff „beschleunigtes Verfahren“ impliziert im übrigen keinen halblegalen Vorgang, sondern ist ein übliches Planungsinstrument und rechtmäßig. Wir als Gemeinderatsmitglieder wurden frühzeitig von Bürgern zu dem Sachverhalt kontaktiert und versuchten nach besten Wissen und Gewissen Auskunft zu geben, allerdings immer eingeschränkt durch die Frage, welche der Informationen nun öffentlich zugänglich sind und welche nicht. Insgesamt sollte man das für zukünftige Themenkomplexe dieser Art in der Kommunikation nach außen besser lenken und nachvollziehbar darstellen. Es soll und darf nicht der Eindruck entstehen, als solle eine Abwicklung an der Öffentlichkeit vorbei erfolgen.

Dennoch muss hier deutlich gesagt werden, dass eine Stimmungsmache auf Kosten ehrenamtlicher Kommunalpolitiker jeder Grundlage entbehrt. Wenn in der SZ vom 02. September dann zu lesen ist, dass der „…Ablauf auf Seiten von Verwaltung und Bürgervertretung vielen nicht behagt“ und das Gemeinderatsmitglied der Grünen Michael Schneider „ratlos“ darüber ist, was da laufe, dann macht es uns als FWG-Fraktion wiederum ratlos, wie großflächig hier alles über einen Kamm geschert wird und wie despektierlich auf das ehrenamtliche Engagement der Ratsmitglieder in Orts- und Gemeinderäten geschaut wird. Als Gemeinderatsmitglied hat man – ob mit oder ohne Fraktionsstatus – jederzeit die Möglichkeit sich umfassend zu informieren und in den beratenden Ausschusssitzungen Informationen einzuholen. Ratlos muss hier also niemand bleiben. Wir haben den größten Respekt vor dem Einsatz der Bürger, die eine eigene Sichtweise auf den Sachverhalt haben und vorbringen, würden uns jedoch wünschen, wenn auch Andersdenkende und Andersentscheidende entsprechend respektiert würden und auf Verschwörungstheorien verzichtet würde.

Einer der Hauptkritikpunkte betrifft die Zerstörung eines Biotops. Hier wurden in der nun vorliegenden Fassung alle Bedenken des LUA ausgeräumt und eine Sukzessionsfläche vorgesehen. Allerdings hätten hier in der Planungsphase geltende Vorgaben gleich umgesetzt werden können und nicht erst nach Aufforderung des LUA. An der Stelle sei auch bemerkt, dass keine Bäume gefällt werden, da der Bewuchs als „Biotopmosaik aus Hochstaudenfluren und niedrigwuchsigen, lückigen Baumhecken und Gebüschen“ beschrieben wird. Das soll nicht den ökologischen Wert dieser Fläche schmälern, jedoch muss für eine Einordnung einer Umsiedelbarkeit auch mit fairen Argumenten gearbeitet werden – ein Wald wird hier nicht abgeholzt. Durch die vorgesehene Schaffung verschiedener Tümpel und Kleingewässer in der Sukzessionsfläche sind die Kritikpunkte des LUA ausgeräumt und ein Ausgleich geschaffen worden. Auch vorgebrachte Bedenken bzgl. des Funktionsverlustes eines Kaltluftentstehungsgebietes greifen nicht mehr;

Die Thematik leerstehende Flächen im Gewerbegebiet entspricht der derzeitigen Situation und muss dringend angegangen werden. Wir als Freie Wähler Gemeinschaft wollen diesen Prozess aktiv antreiben und den strukturellen Wandel gestalten. Da hier auch private Grundeigentümer betroffen sind, wird das eine Herausforderung. Es muss auch allen klar sein, dass die zwischenzeitliche Beplanung als Einkaufszentrum ohne eigentliche Zufahrt vom OT Saarwellingen nie eine glückliche Lösung war. Dennoch bietet das Gewerbegebiet in seiner jetzt definierten Form Entwicklungspotenzial und Raum für Neuansiedlungen, auch aufgrund der attraktiven Lage und Anbindung. Aber: eine Nutzung z.B. anderer leerstehender Gebäude für die im konkreten Fall betroffenen Unternehmen, die auch als Arbeitgeber und Steuerzahler einen positiven Beitrag zur Gemeindeentwicklung beitragen, ist wenig sinnvoll, da moderne Gewerbeflächen zunehmend Wertstrom-orientiert aufgebaut sind oder schlicht konzeptionell maßgeschneiderte Lösungen brauchen.

Bei aller Kritik jedoch, berücksichtigt der Bebauungsplan nun auch aufgrund des gewählten Verfahrens und der daraus entstandenen mehrfachen Iterationen aus unserer Sicht neben dem Interesse der Gemeinde Saarwellingen, einen attraktiven Standort für Handel und Gewerbe zu stellen, auch die Interessen der Bürger der Gesamtgemeinde zur Schaffung nachhaltiger Arbeitsplätze. Saarwellingen ist eine von drei Kommunen im Saarland, die weiterhin ohne Kassenkredite auskommt und wir wollen das auch in Zukunft schaffen, wenngleich die Rahmenbedingungen dafür immer schwieriger werden.

Dabei bedarf es immer schwieriger Abwägungen bei solch komplexen Themenverhalten. Zu diesen Abwägungen gehören dabei auch die Bedenken der Anwohner, die in Stellungnahmen und Unterschriftenaktionen formuliert wurden. Ich selbst (Anm.: Horst Brünnet) habe den größten Teil meines bisherigen Lebens als Anwohner der Käuersbach in der Franz-Liszt-Straße verbracht, meine Eltern wohnen immer noch dort. Dementsprechend gründlich habe ich mich und haben wir uns als Fraktion mit dem Pro und Contra dieser Erweiterung beschäftigt. Eine Einschränkung der Lebensqualität in der Käuersbach können wir jedoch nicht erkennen, das Wohngebiet und das angrenzende Gewerbegebiet pflegten in der Vergangenheit immer eine gute Koexistenz. Da sich der Charakter des Gewerbegebietes nicht nachteilig verändert, sondern durch die Definition eines eingeschränktes Gewerbegebiet und der planerischen Abtrennung eher vorteilhaft entwickelt, können wir die vorgebrachten Bedenken in dieser Hinsicht nicht teilen.

Fazit: die FWG-Fraktion wird der 5. Änderung des Bebauungsplanes „Industriepark John“ im OT Saarwellingen in der vorliegenden Form zustimmen.

Windenergie

September 13, 2019
von Horst Brünnet
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Windpark Saarwellingen mehrheitlich abgelehnt – Unsere Stellungnahme aus der Gemeinderatssitzung vom 12.09.2019

Der Gemeinderat behandelte den Tagesordnungspunkt „Nutzung der Windenergie in der Gemeinde Saarwellingen“ im öffentlichen Teil der Gemeinderatssitzung vom 12.09.2019. Bei der Abstimmung wurde der Windpark mehrheitlich abgelehnt, wofür wir in den letzten Monaten hart gekämpft haben.

Nachfolgend finden Sie die Stellungnahme unserer Gemeinderatsfraktion, die von unserem Fraktionsvorsitzenden Dr. Horst Brünnet vorgetragen wurde:

Sehr geehrte Damen und Herren

das Thema Windenergie am Fuße des Hoxbergs wandert nun schon seit 2004 durch die Gemeinde und ihre Gremien. Bisher kam es aber trotz beschlossener  Verträge nie zu einer Umsetzung. Wir als Freie Wähler Gemeinschaft wiesen schon von Beginn an darauf hin, dass eine Nutzung der Windenergie mit Nabenhöhen von 80 m oder 120 m aufgrund der Schwachwindlage nicht funktionieren kann; der damalige Investor wollte es besser wissen und konnte in Folge das Projekt nie umsetzen. 2012 wurde der Nutzungsvertrag dann letztmalig abgeändert, es wurden Nabenhöhen von bis 160 m vereinbart und im Gemeinderat leider auch beschlossen. Seit Ende letzten Jahres liegt nun ein neues Konzept des neuen Investors ENOVOS vor, bei dem Nabenhöhen bis zu 166 m vertraglich festgeschrieben werden sollen. Nach Diskussionen in den Gremien liegt nun eine Fassung vor, die noch drei der ursprünglich vier geplanten 4 MW Schwachwindanlagen realisieren will mit einer Gesamtanlagenhöhe von bis zu 246 m. 

Seitdem waren wir als Verein und Fraktion sehr aktiv, um den Bürgerinnen und Bürgern einen transparenten Blick auf das Großprojekt zu verschaffen, u.a. mit Flyern, einem Infostand auf dem Marktplatz zum Thema, Online-Aktionen und einer Info-Veranstaltung in der Festhalle.

Der Vertrag in der jetzigen Fassung scheint auf den ersten Blick viele Vorteile für die Gemeinde zu bringen: Pachteinnahmen, Gewerbesteuereinnahmen und ein kostenloser Stromanschluss für unsere Ausflugsziele im Naherholungsgebiet rund um den Wolfsrath und die Mühlenbergschluchten Tour. Die Hausaufgaben wurden gemacht, Leckerlis in Aussicht gestellt. Aber ein genauerer Blick in den Vertrag ist angebracht:

  • 20 Jahre Laufzeit ohne ordentliches Kündigungsrecht.
  • 3.000 m² Flächenverbrauch nur für die Einrichtung der Arbeitsflächen pro Windkraftanlage.
  • Zuwegbarmachung für Schwertransporte.
  • Und der etwas versteckte aber ganz entscheidende Punkt: Keine Aufforstung von Bäumen und Sträuchern höher 10 m sowie Errichtung von Bauwerken oder Hindernissen in 1.000 m  Entfernung der Anlagen. Man höre und staune: 314 ha pro WKA, die nicht mehr beplant oder bepflanzt werden dürfen, das sind in Summe bei 3 Anlagen fast 1.000 ha. Im Vergleich: Beim Industriepark John geht es um 4,2 ha, hier sprechen wir von 1.000 ha!

Es geht in dem neuen Vertrag also nicht nur um die 166 m maximale Nabenhöhe, sondern auch um weitere Textpassagen, die so nicht einfach zu übernehmen sind.

Das alles ist in diesem Maße überhaupt erst möglich, weil der Ausbau der Windenergie in Deutschland privilegiert wird. Man stelle sich vor, irgendein produzierender Betrieb aus dem John würde den Antrag stellen, seine Produktionsfläche mitten in das Waldgebiet mit Naherholungscharakter und ausgewiesener Wasserschutzzone umzusiedeln. Undenkbar. Aber Windkraftanlagen sind nichts anderes als stromproduzierende Industrieanlagen. Wir reden hier und heute also über nichts anderes als über einen neuen Industriepark.

Hauptargument und –treiber des Ausbaus der Windenergie und anderer regenerativer Energieformen ist der Klimawandel. Es ist eine Jahrhundertherausforderung unseren Kindern und Enkeln eine vernünftige Grundlage zu hinterlassen. Dessen sind wir uns auch hier in der Kommunalpolitik bewusst. Aber auch hier gilt es abzuwägen: welchen Beitrag liefert denn der hier installierte Onshore Schwachwindanlagenpark wirklich zum großen Ganzen? Wie rechnet man Artenschutz- und Naturbelange mit Klimazielen gegen? Wenn es nach dem Bundesverband Windenergie BWE geht, ganz einfach: Artenschutz auflockern, wenn schon privilegiert, dann ganz. Man möchte lästige Klagen von Anwohnern, Bürgern und Bürgerinitiativen loswerden. In der Titel-Story des GEO vom August 2019 wird nicht umsonst gefragt: „Gut fürs Klima, schlecht für die Natur?“. 8.500 Mäusebussarde sterben alleine in den vier norddeutschen Bundesländern pro Jahr, 250.000 Fledermäuse pro Jahr in Folge des Rotorschlags. Trotzdem bleibt der Natur- und Artenschutz meist 2. Sieger, da die Windkraftindustrie und deren Verbände mit dem Anspruch auftreten, die Welt zu retten.

Das Krisentreffen beim Bundeswirtschaftsminister Altmaier zeigt, wie stark der Ausbau in der Klemme steckt und dass längst nicht mehr jeder hinter der „Augen- zu-und-durch“ Strategie der letzten Jahre steht. Selbst Natur- und Umweltverbände sind sich nicht einig darüber, ob es ein Segen oder Fluch ist, siehe BUND vs. NABU, um nur ein Beispiel zu nennen. Wie verbittert hier gekämpft wird mussten wir selbst bei unserer Infoveranstaltung erfahren.

Wir möchten hier nicht als Windkraftgegner und –verhinderer auftreten. Dennoch muss jedes Projekt einzeln bewertet werden. Das haben wir bereits 2006 gemacht und sind damals wie heute davon überzeugt, dass dieses Projekt weder ökologisch noch ökonomisch Sinn macht. 

Aus unserer Sicht kann man auch kein Preisschild an unser Naherholungsgebiet machen, an unserer Tourismuskonzept und die Traumschleife. Als Prof. Schröder bei der letzten Vorstellung zum Stand des Tourismuskonzepts davon sprach, dass man den Naherholungswert als Ganzes betrachten und als Produkt sehen kann (mit Schwimmbad, Wildfreigehege, Wanderweg, möglichen Wohnmobilstellplätzen), da sprach er uns als FWG-Fraktion aus der Seele. Was er aber sich nicht meinte ist, dass wir das Gebiet in ein paar Jahren dann – zynisch gesprochen – als Produkt „Rotorschluchtenweg“ vermarkten sollten. Aus unserer Sicht passt der Windpark mit unseren Bemühungen zum Tourismuskonzept in keinster Weise zusammen.

Es sei noch einmal darauf verwiesen, dass auch aus technischer Sicht die Anlagenkonzeption gewagt ist. Die vom Anlagenhersteller Enercon bzw. Lagerwey vorliegende Power Curve eines in Frage kommenden Anlagentyps liefert bei der prognostizierten mittleren Windgeschwindigkeit von 5,5 m/s gerade einmal ein Viertel ihrer installierten Leistung: Vermarktet werden beim Bundeswirtschaftsministerium dann 12 MW installierte Gesamtleistung, geliefert werden im Schnitt 3 MW – wenn überhaupt. Stillstandszeiten nicht mitgerechnet, die in Zeiten von Überangebot entstehen, da das Netz den Strom nicht abnehmen kann. Im Jahr 2017 entstanden so bundesweit laut Bundesnetzagentur schon 610 Millionen EUR Entschädigungsansprüche, die wiederum auf den Strompreis umgelegt werden (WELT online vom 11.12.2018). Der Betreiber bekommt sein Geld – er hätte ja einspeisen können, die Windräder stehen aber defakto still. Nur eine von vielen Baustellen dieses Themas.

Zum Schluss aber möchten wir auch noch einmal auf die Nachhaltigkeit von kommunalpolitischen Entscheidungen hinweisen: Im öffentlichen Teil der Gemeinderatssitzung vom 16. Dezember 2016 hatte der Gemeinderat im Rahmen des Scoping-Verfahrens über den Windpark in der Nachbargemeinde Schwalbach zu entscheiden. Der Gemeinderat lehnte auf unseren Antrag hin die Ausweisung von 3 Potenzialflächen und somit der Bau der Windräder, die heute entlang der Autobahn A8 thronen, EINSTIMMIG ab. Die Begründungen, die in der Niederschrift nachzulesen sind waren u.a. die Nähe zur Ortsbebauung des Ortsteiles Schwarzenholz sowie die Opferung ganzer Waldflächen für die Windenergie. Für unseren eigenen Ortsteil Saarwellingen sollten wir also die gleichen Maßstäbe ansetzen.

Die FWG-Fraktion bleibt bei Ihrer grundsätzlichen Ablehnung des Windparks und lehnt den neuen Vertrag aus vorgenannten Gründen ab. Wir stimmen entsprechend gegen die Beschlussvorlage.

Gemeinderat

August 28, 2019
von Horst Brünnet
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Freie Wähler Gemeinschaft FWG Saarwellingen in den neuen Räten gut aufgestellt

In den konstituierenden Sitzungen der letzten beiden Wochen konnte die Freie Wähler Gemeinschaft ihre bei den letzten Wahlen erzielten Ergebnisse auch in den einzelnen Ortsräten sowie im Gemeinderat in politische Mandate umsetzen.

Im Ortsrat Saarwellingen wurde der 2. Vorsitzende Stefan Becker zum stellvertretenden Ortsvorsteher als Vertreter von Peter Freichel bestimmt. In Schwarzenholz wurde Rudi Schweitzer zum Stellvertreter des Ortsvorstehers Benno Kiemes gewählt und in Reisbach konnte Helmut Leinenbach ebenfalls die Position des stellvertretenden Ortsvorstehers als Vertreter von Felix Hedrich erreichen.

Neuer Vorsitzender der nunmehr sechsköpfigen Gemeinderatsfraktion ist für die nächsten 5 Jahre Dr. Horst Brünnet, sein Vorgänger im Amt Rainer Altmeyer bleibt nach über 30 Jahren an der Spitze sein Stellvertreter.

Bei den Wahlen der Beigeordneten wurden mit Hubert Masloh und Erich Jochem zwei langgediente und kommunalpolitisch erfahrene Personen in diesen verantwortungsvollen Aufgabenbereich eingesetzt. Auch diese Ernennungen unterstreichen die wiedererstarkte Position der FWG Saarwellingen in der Kommunalpolitik und das Vertrauen, das man im Rat für die nächsten Jahre in kompetente und bewährte Kräfte setzt.

Auch in jedem Ausschuss werden die Freien Wähler mit jeweils 2 Mitgliedern präsent sein und mit den anderen Vertretern für Lösungen zu sorgen, die für die erfolgreiche Entwicklung der Gemeinde die Basis bilden sollen.

Schon immer ein PLUS

Mai 27, 2019
von Horst Brünnet
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FWG mit ganz starkem Wahlergebnis und höchster Absolutstimmen-Anzahl der Vereinsgeschichte!

Mit 1.228 Stimmen auf Gemeindeebene und damit 17,68 % hat die FWG im neuen Gemeinderat 6 Mandate. In allen drei Ortsteilen Saarwellingen, Reisbach und Schwarzenholz wurden zudem die absoluten Mehrheiten durchbrochen. In den Ortsräten Saarwellingen (22,12 %) und Reisbach (21,29 %) konnten wir einen Sitz mehr erlangen, in Schwarzenholz (9,00 %) unseren Sitz verteidigen und an Stimmen zulegen.

Wir freuen uns sehr, dass unsere Sachthemen-orientierte Politik Anerkennung findet und werden weiterhin unser bestes geben, für unsere Themen Mehrheiten zu finden.

An dieser Stelle möchten wir uns bei allen Wählerinnen und Wählern ganz herzlich bedanken. Wir nehmen diese Herausforderung gerne an, um für Saarwellingen weiterhin das PLUS zu sein.

Hier geht es zu den vorläufigen Endergebnissen:
https://www.saarwellingen.de/index.php?id=politik

Die Räte werden damit aller Voraussicht nach wie folgt besetzt sein:

Gemeinderat:

Ortsrat Saarwellingen:

Ortsrat Reisbach:

FWG mit ganz starkem Wahlergebnis und höchster Absolutstimmen-Anzahl der Vereinsgeschichte!
Helmut Leinenbach
FWG mit ganz starkem Wahlergebnis und höchster Absolutstimmen-Anzahl der Vereinsgeschichte!
Jürgen Mautes

Ortsrat Schwarzenholz:

FWG mit ganz starkem Wahlergebnis und höchster Absolutstimmen-Anzahl der Vereinsgeschichte!
Rudolf Schweitzer

Mai 22, 2019
von Horst Brünnet
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Wie funktioniert die Kommunalwahl am 26. Mai 2019?

Zum Einen gibt es die Ortsratswahlen in allen drei Ortsteilen, das ist der orangene Wahlzettel. Hier stellt eine Wählergruppe, z.B. die FWG, eine Liste. Wichtig: Man hat EINE Stimme und gewählt wird die Liste, keine Einzelperson. Man kann also den Ortsvorsteher nicht direkt wählen. Er oder Sie wird später vom neu gewählten Ortsrat gewählt. Auf dem Wahlzettel sind dabei immer nur die ersten fünf Bewerber der Liste aufgeführt, auch wenn die Wählergruppe mehr Bewerber hat. Der Bewerber auf Listenplatz 1 ist in der Regel der Ortsvorsteherkandidat.

Zum Anderen gibt es die Gemeinderatswahlen, das ist der grüne Wahlzettel. Hier können neben einer Gebietsliste für alle Wahlbezirke auch Bereichslisten eingereicht werden, wenn die Kommune groß genug ist. Da Saarwellingen dies ist, gibt es also die Bereichslisten Saarwellingen, Reisbach und Schwarzenholz sowie zusätzlich eine Gebietsliste für alle drei Ortsteile. Zwei Drittel der erreichten Sitze werden mit Kandidaten der Bereichsliste „bestückt“, ein Drittel kommt von der Gebietsliste. Auf dem grünen Wahlzettel sieht man also die ersten fünf Bewerber der Bereichsliste UND die ersten fünf Bewerber der Gebietsliste, da bei genügend Stimmen ja auf beide zurückgegriffen wird. Auf dem Wahlzettel sind dabei immer nur die ersten fünf Bewerber der beiden Listen aufgeführt, auch wenn die Wählergruppe mehr Bewerber hat. Der Bewerber auf Listenplatz 1 ist in der Regel der „Spitzenkandidat“. Der neu gewählte Gemeinderat wählt dann in seiner ersten Sitzung die Stellvertreter des Bürgermeisters, die sogenannten Beigeordneten. Davon gibt es drei.

Hinweis zur Berechnung:

Am Abend der Wahl werden alle gültigen Stimmen zusammengezählt und im Saarland wird nach dem sogenannten Höchstzählverfahren nach D’Hondt ausgewertet. Die Stimmen der Wählergruppen werden durch 1, 2, 3,…n geteilt und die Sitze in der Reihenfolge der größten sich ergebenden Höchstzahlen zugeteilt. Das Verfahren hat übrigens seine Tücken: Große Parteien werden tendenziell bevorzugt und es wirkt Mehrheitserhaltend. Im Zweifel erhält also eher eine große Partei einen Sitz mehr als eine kleine Wählergruppierung, einfach aufgrund der mathematischen Anlage des Verfahrens.

Windenergie

Mai 15, 2019
von Horst Brünnet
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Stellungnahme der FWG-Gemeinderatsfraktion zur SPD Wahlbroschüre, Thema Windenergie

Liebe Kolleginnen und Kollegen der SPD,

wir wissen, dass Wahlkampf ist und dass man sich und seine Arbeit für die Bürgerinnen und Bürger positiv darstellt.

Einer kollegialen Zusammenarbeit aber nicht dienlich ist, wenn man Fakten, die politische Konkurrenten aufgezeigt haben, falsch wiedergibt. So geschehen in der Wahlbroschüre der SPD zum Thema Windkraft.

Wenn man das bewusst macht, dann ist das nicht nur bedauerlich und ein schlechter Stil, sondern einem guten Klima im Gemeinderat und den Ortsräten abträglich.

Wir gehen aber mal davon aus, dass die SPD die Aussagen einer „Gruppierung im Gemeinderat“ – gemeint sind wir, die FWG und unser Flugblatt „Klartext“ vom Dezember 2018 – nicht verstanden oder falsch interpretiert hat.

Deshalb, liebe Kolleginnen und Kollegen der SPD, noch einmal zur Verdeutlichung:

Seit 2005, als das Thema Windenergie zum ersten Mal im Gemeinderat behandelt wurde, hat die FWG allen Nutzungs- und Durchführungsverträgen zum Bau von Windenergieanlagen durch die Firma Energiekontor ihre Zustimmung verweigert.

Begründet haben wir es seinerzeit durch die Zerstörung der Natur und die geringe Windhöffigkeit, die nach unserer Auffassung einen wirtschaftlichen Betrieb nicht zuließ. Und wir sollten Recht behalten: Energiekontor hat bis heute kein einziges Windrad gebaut.

Natürlich haben wir von dem Vorhaben des Investors Energiekontor gewusst, nicht wie die SPD fälschlicherweise behauptet. Wie hätten wir denn sonst die Pläne ablehnen können.

Zugestimmt haben wir aber 2014 – und das haben wir nie bestritten –  einer Ausweisung der Fläche am Hoxberg als Vorranggebiet für Windenergieanlagen, weil uns die Landesregierung dazu verpflichtete.

Aufgrund der Erfahrung mit Energiekontor waren wir uns bei der Zustimmung aber sicher, dass aufgrund der dort vorherrschenden Schwachwinde niemals Windräder gebaut werden.

Unsere Aussage im „Klartext“ bezog sich auf dieses Vorranggebiet: Hätten wir 2013 schon gewusst, dass 2019 dann tatsächlich Windräder mit einer Höhe von 250 m gebaut werden sollen, hätten wir vermutlich auch die Ausweisung eines Vorranggebietes am Hoxberg abgelehnt – so wie wir auch den Nutzungs- und Durchführungsvertrag nie befürwortet haben. Nur darum ging es bei unserer Formulierung „…hätten wir damals – wenn wir es gewusst hätten- niemals zugestimmt“.

Wir hoffen, dass das auch für die SPD jetzt verständlich ist.

Noch eine Anmerkung zu der in der Wahlbroschüre angesprochenen Fraktionsvorsitzendenbesprechung: Dr. Horst Brünnet hat in dieser Sitzung in Vertretung unseres Fraktionsvorsitzenden Reiner Altmeyer noch einmal deutlich gemacht, dass die FWG die Enovos-Pläne in Gänze ablehnt.

In dieser Sitzung wurden verschiedene Möglichkeiten zum weiteren Vorgehen diskutiert unter Berücksichtigung der Stellungnahmen des Rechtsanwalts Dr. Friedrichs.

Die SPD in Person Ihres Fraktionsvorsitzenden Stefan Weirich gab hier für uns zum ersten Mal zu erkennen, dass sie das Projekt in vorliegender Form nicht mehr befürwortet, worüber wir uns als FWG natürlich freuten. Es allerdings so darzustellen, dass wir uns hier einer Initiative der SPD angeschlossen hätten, zumal dies die tatsächlichen Abstimmungen im Bauausschuss und im Gemeinderat vorwegnähme, kann so nicht stehen gelassen werden.

Wenn wir schon beim Vertrag sind: Der Hinweis über die Nichtkonformität der geplanten Anlagenhöhe mit dem alten Vertrag bei konkreter Benennung des Anlagentyps Lagerwey L-160 und einer Nabenhöhe von 166 m wurde von der FWG recherchiert.

Liebe SPD`ler, eine fast eineinhalbstündige Diskussion lässt sich dann eben schlecht in einem Satz in einer Wahlbroschüre zusammenfassen. Wir glauben nicht, dass ihr es nötig habt, euch auf Kosten anderer in dieser Form zu profilieren.

FWG-Gemeinderatsfraktion

Kein Grubenwasser ins Grundwasser

Mai 14, 2019
von Horst Brünnet
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Grubenflutung: Infoveranstaltung der in das Planfestellungsverfahren involvierten Städte und Gemeinden

Das Oberbergamt hat einen nichtöffentlichen Erörterungstermin ab dem 03.06.2019, 10:00 bis 18:00 Uhr in einem Großzelt am Standort Duhamel des Bergwerks Saar, Provinzialstraße 1 in 66806 Ensdorf mit der RAG AG und allen Beteiligten angesetzt. An diesem Termin können nur diejenigen teilnehmen, die im Rahmen des Verfahrens auch Einwände geltend gemacht haben.

Jede Bürgerin, jeder Bürger, jedes Unternehmen und jeder Verband, der im Rahmen des Planfeststellungsverfahren Einwände geltend gemacht hat, sollte an diesem Erörterungstermin teilnehmen. Eine gesonderte schriftliche Einladung durch das Oberbergamt erfolgt nicht.

Aktuelle Informationen gibt es hier: https://www.saarland.de/228869.htm

zur Vorabinformation der Betroffenen veranstalten die in das Verfahren involvierten Städte und Gemeinden eine gemeinsame

INFOVERANSTALTUNG, 20.05.2019, 18:30 – 20:30 Uhr

in der Festhalle Saarwellingen, Wilhelmstraße 7.

Da wir gemeinsam mit Bündnis90/Die Grünen und der IGAB Saar Anfang 2018 mehr als 400 Einwendungen in unseren Aktionen einsammeln konnten, wollen wir hier explizit auf die Veranstaltung hinweisen!

Mai 2, 2019
von Horst Brünnet
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FWG Aktionen zum Thema Windpark wirken: auch „SPD Saarwellingen lehnt Pläne für Windpark nun ab“!

Wir freuen uns, dass bei der SPD Saarwellingen ein (Teil-)Umdenken zum Thema Windpark Saarwellingen stattgefunden hat. Wie in der Saarbrücker Zeitung vom 01.05.2019 zu lesen ist: „SPD Saarwellingen lehnt Pläne für Windpark nun ab“.

Während noch Ende letzten Jahres ein Flyer mit dem Titel „Keine Panik“ von der SPD erstellt und verteilt wurde, der als Reaktion auf unseren „Klartext!“ zu verstehen war, betrachtet man die Pläne des Investors ENOVOS nun zunehmend kritisch: „Unsere Fraktion steht der Nutzung der Windenergie grundsätzlich positiv gegenüber, denn eine unmittelbare Änderung der Energiepolitik ist angesichts der dramatischen CO2-Problematik zwingend notwendig. Allerdings sind wir mit den vorgelegten Plänen nicht einverstanden. Sie weichen von den zwischen der Gemeindeverwaltung und der Firma Energiekontor im Jahr 2012 unterschriebenen Verträgen ab.“

Aus Sicht der FWG lehnen wir den geplante Schwachwindpark im Naherholungsgebiet weiterhin in Gänze ab, da die geplanten Anlagenhöhen und die Standorte im Wald auch und gerade aus Sicht der C02-Problematik keinen sinnvollen Beitrag zur Energiewende leisten, wenn man Abrodung und Zerstörung von wertvoller Waldfläche sowie Zuwegbarmachung bilanziert.

Wir sehen die neuste Entwicklung sehr positiv im Sinne der Sache und freuen uns sehr, dass unsere Aktivitäten zu einer kritischen Auseinandersetzung mit der Thematik führen.

Weiterführende Informationen zum Thema bietet unsere öffentliche Informationsveranstaltung am 10.05.2019 ab 19:00 Uhr in der Festhalle Wilhelmstraße.

Schon immer ein PLUS

April 26, 2019
von Horst Brünnet
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Informationsveranstaltung zum geplanten Windpark Saarwellingen

Die FWG Saarwellingen – Reisbach – Schwarzenholz organisiert am 10. Mai 2019 um 19:00 Uhr in der Festhalle Saarwellingen eine unabhängige Informationsveranstaltung zum geplanten Windpark Saarwellingen am Fuße des Hoxbergs – unterstützt von renommierten Dozenten

Nach der Vorstellung des Windparks im November 2018 von Seiten des Investors ENOVOS organisiert die FWG in Zusammenarbeit mit Gegenwind Saar und dem NABU Saarlouis/Dillingen eine unabhängige Informationsveranstaltung zu den Themen Schwachwindanlagen, Windenergienutzung in Waldgebieten und Energiewende. Die Veranstaltung beinhaltet Fachvorträge von:

  • Prof. Dr. Jürgen Althoff: Ehemaliger Chef des TÜV Saarland und fachkundiger Referent zum Thema Energiewende
  • Ulrich Leyhe, Vorsitzender des NABU Saarlouis/Dillingen und fachkundiger Ornithologe referiert zum Thema Windenergienutzung im Wald und Konsequenzen für die Vogelwelt
  • Jacob Fuhrmann, Sprecher von Gegenwind Saarland präsentiert einen Beitrag über die Risiken von öffentlichen Beteiligungsmodellen an Windenergieprojekten

Moderiert wird die Veranstaltung vom 1. Vorsitzenden der Freien Wähler Gemeinschaft Saarwellingen – Reisbach – Schwarzenholz, Dr.-Ing. Horst Brünnet, der eine Überblick zum aktuellen Stand des Projekts Windpark Saarwellingen gibt und das Thema Schwachwindanlagen visualisiert.

Die Veranstaltung findet am 10. Mai 2019 ab 19:00 Uhr in der Festhalle Saarwellingen statt. Die Fachvorträge schließen gegen 20:00 Uhr.

Informationsveranstaltung zum geplanten Windpark Saarwellingen
Informationsveranstaltung zum Windpark Saarwellingen
Windenergie

April 8, 2019
von Horst Brünnet
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FWG trifft sich mit Bürgern aus Lebach-Hoxberg, dem NABU und Gegenwind Saar zum Thema Windpark Saarwellingen

Am Mittwoch den 03. April trafen wir uns in der ehemaligen Schutzhütte des Saarwaldvereins (heute Schutzhütte Hoxberg-Alm) mit Vertretern aus dem Lebacher Ortsteil Hoxberg-Knorscheid, u.a. Ortsvorsteher Paul Brück, Mitgliedern des NABU Saarlouis/Dillingen sowie Mitgliedern von Gegenwind Saarland zum Thema Windenergie am Fuße des Hoxbergs. Da gerade der Lebacher Ortsteil Hoxberg massiv betroffen sein wird von dem geplanten Windpark, wurde der Termin zum Informationsaustausch und anschließender reger Diskussion zum Thema genutzt.

Man einigte sich darauf eine unabhängige Informationsveranstaltung in Saarwellingen zu organisieren und den Bürgern mit Fachvorträgen zum Thema Windenergie einen vollständigen Überblick über die Konsequenzen des geplanten Windparks zu geben.

Wir informieren an dieser Stelle umgehend, wenn Termin, Ort und Agenda verabschiedet sind. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle an alle Teilnehmer dieses Informationsabends und die Bereitschaft gemeinsam aktiv gegen die geplanten Schwachwindanlagen vorzugehen!

FWG trifft sich mit Bürgern aus Lebach-Hoxberg, dem NABU und Gegenwind Saar zum Thema Windpark Saarwellingen